Maybrit Illner tat am Donnerstagabend genau das Richtige und verzichtete weitgehend darauf, sich die Beruhigungs- und Empörungsphrasen von Bundespolitikern anzuhören. Stattdessen besetzte sie ihre Runde, die unter dem Titel „Krieg im Iran – grenzenlose Bedrohung?“ stand, überwiegend mit parteipolitisch ungebundenen Beobachtern der außenpolitischen Lage. Das war ein Glücksgriff. Der Runde gelang es so, die komplexe weltpolitische Situation triftig auszufalten. Die Ökonomin Stormy-Annika Mildner verwies bei Illner darauf, dass die Entscheidungsfindung im Weißen Haus einer black box gleichkomme. Die Kriegsziele würden ständig neu definiert, zunächst wurde ein Regime Change angekündigt, jetzt scheint man sich auch mit deutlich weniger zufriedenzugeben – falls ein demokratischer Machtwechsel überhaupt jemals das Ziel war.
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